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News

12.11.2009

Neurofeedback und Gesang - ein gutes Team

Im Jahre 2003 wurden im Magazin Neuroreport die Ergebnisse einer Studie publiziert, die sich mit der Auswirkung von Neurofeedback auf die Gesangsleistungen von Studentinnen und Studenten des Royal College of Music in London beschäftigte. Einer der Studienautoren, Dr. Tobias Egner, bezeichnete die Studie als erste, bei der Neurofeedback als Methode zur Verbesserung komplexer Fähigkeiten wie denen untersucht wurde, die dem gelungenen Gesangsauftritt gesunder Studenten dienen.

Grundlagen der Studie

Das Studienteam führte zwei Experimentreihen mit insgesamt 97 Studenten und Studentinnen durch. In beiden Experimenten wurden die Leistungen der Studienteilnehmer mit Hilfe zweier Musikstücke bewertet: einmal vor dem ihnen zugedachten Training und einmal danach. Experten beurteilten die Auftritte anhand einer Zehn-Punkte-Skala, die einem Standard-Bewertungsset des Royal College of Music entnommen wurde. Die Juroren urteilten anhand von Videos der Gesangsauftritte ohne Kenntnis, ob der jeweilige Auftritt vor oder nach einem Training aufgezeichnet wurde. Die zwei Experimente Experiment EINS teilte eine Gruppe von GesangsstudentInnen in eine 22 Personen starke Neurofeedback-Gruppe und eine weitere, zwölf Personen starke Studiengruppe.

Die erstgenannte Gruppe bekam zwei Arten von Neurofeedback-Trainings: zur Steigerung der Aufmerksamkeit und für tiefe Entspannung (alpha/theta-Neurofeedback). Die andere Gruppe wurde mithilfe wiederkehrender physischer Übungen und einem Mental-Skill-Programm trainiert. Neben diesen beiden Gruppen existierte eine dritte als Kontrollgruppe, die keinerlei Training erhielt. Bei ihrer Zusammensetzung wurde darauf geachtet, dass sowohl die Altersstruktur als auch die akademische Ausbildungsgrad der Teilnehmer in der Kontrollgruppe denen der anderen beiden Gruppen glichen.

Eine weitere Kohorte von Studentinnen und Studenten kam im Experiment ZWEI zum Einsatz. Hier wurden insgesamt sechs Gruppen gebildet, denen Studentinnen und Studenten nach dem Zufallsprinzip zugeordnet wurden. Die sechs Gruppen wurden auf unterschiedliche Weise trainiert: jeweils eine Gruppe mit Hilfe von Alpha/Theta-Neurofeedback, Beta1-Neurofeedback, SMR Neurofeedback, körperlichen Übungen, einem Training geistiger Eigenschaften oder einem so genannten Alexander-Training.

Ergebnisse

Ergebnis beider Experimente: Alle Studenten, die ein Neurofeedback-Training bekamen, verbesserten ihre Gesangsauftritte zumindest geringfügig: am meisten konnten sich diejenigen über Verbesserungen freuen, die ein Alpha/Theta-Neurofeedback erhielten. Die Quote an Verbesserungen lag hier bei 13,5 bis 17 Prozent. Für den Seniorautor der Studie, Professor John Gruzelier, waren die Ergebnisse der Beweis, dass Neurofeedback einen merklichen Effekt auf die Leistungen bei musikalischen Auftritten haben kann.

Quelle: http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-20145.html

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