Neurofeedback und Schlaflosigkeit
Wer an Schlaflosigkeit leidet, wird sich intensiv fragen, wo die Ursachen dieses Leidens liegen, denn Schlaflosigkeit kann zur Qual werden. Nach der 2008 geäußerten Ansicht des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Geert Mayer, leiden insgesamt 20% aller Deutschen an mehr oder weniger starken Schlafstörungen. Neuer Studien zum Thema sehen beeinträchtigte Informationsprozesse infolge einer kortikalen (von der Hirnrinde ausgehenden) Übererregung als mögliche Ursache. Neurofeedback könnte eine Methode sein, um Schlafstörungen zu verringern oder gar zu beseitigen.
Eine Studie der niederländischsprachigen Freien Universität Brüssel (Vrije Universiteit Brussel) hat daher einmal die Effekte von Neurofeedback und Biofeedback auf den Schlaf und das subjektive Schlafempfinden von Patienten mit Schlaflosigkeit untersucht.
Insgesamt siebzehn an Schlaflosigkeit leidende Patienten wurden zufällig entweder einer Tele-Neurofeedback-Gruppe oder einer Gruppe mit elektrographischem Tele-Biofeedback (Messung der elektrischen Muskelaktivität) zugeordnet. Erstgenannte Gruppe hatte schließlich neun und letztgenannte acht Mitglieder. Eine Polysomnografie (Komplettuntersuchung des Schlafes) lieferte vor und nach der jeweiligen Behandlung wichtige Messwerte. Die absolute Schlafzeit (Total Sleep Time; TST) gehörte dabei zu den wichtigsten zu messenden Variablen. Ebenfalls eine wichtige Variable: die Einschlafzeit. Sie verringerte sich in beiden Gruppen. Eine signifikante Verbesserung der absoluten Schlafzeit fand sich dagegen nur in der Neurofeedback-Gruppe.
