Neurofeedback und chronischer Schmerz
Eine Reihe US-amerikanischer Wissenschaftler veröffentlichte im Jahr 2007 einen Artikel im Journal of Neurotherapy, in dem es um eine Studie zum Einsatz von Neurofeedback im Kampf gegen chronischen Schmerz ging. Konkret ging es dabei um Patienten, die an dem Complex Regional Pain Syndrome Type I (CRPS-I) litten. Diese Erkrankung ist teilweise in Deutschland auch als Morbus Sudeck bekannt. Sie wirkt auf die Gliedmaße und kann beispielsweise nach Operationen oder Verletzungen auftreten und zur Versteifung von Gelenken führen.
Im Verlauf der Krankheit kommt es in der Regel zu teils starken Schmerzen. Laut Aussage der Studienautoren zeigt sich CRPS-I renitent gegenüber klassischer medizinischer Versorgung. Bereits vor ihrer Studie gab es Anzeichen dafür, dass Neurofeedback-Training Patienten möglicherweise beim Kampf gegen ihre Schmerzen hilft. Ziel der Studie war es, mehr Informationen über die Effekte von Neurofeedback auf Patienten mit chronischen Schmerzen zu sammeln. Dazu sollte festgestellt werden:
- die durchschnittliche Verringerung von Schmerzen bei Patienten mit CRPS-I durch Neurofeedback-Training
- wie viele Patienten über verringerte Schmerzen berichten, die klinisch bedeutsam sind
- welche möglichen anderen Verbesserungen sich für die Versuchspersonen durch Neurofeedback ergaben
Für die Studie wurden achtzehn Versuchspersonen aus einem multidisziplinären Behandlungsprogramm ausgewählt. Eingestuft wurde die Intensität ihrer Schmerzen in einer Messskala von 0 bis Zehn. Berücksichtigt wurden dabei die Schmerzen im Schmerzzentrum sowie an anderen Stellen des Körpers und auch andere auftretende Symptome. Die Schmerzintensität wurde jeweils vor und nach einer halbstündigen Neurofeedback-Sitzung gemessen. Eine Serie von Tests diente dazu, die Signifikanz aller beobachteten Veränderungen zu ermitteln. Im Computer wurden die Effekte und prozentual auftretende Verbesserungen zudem analysiert, um das Ausmaß der beobachteten Veränderungen bei Symptomen zu bestimmen.
Ergebnis
Die Hälfte der Studienteilnehmer berichtete von einer gesenkten Schmerzintensität, die klinisch bedeutsam war. Damit zeigten sich bei der Studie substanzielle und signifikante Veränderungen nach den Neurofeedback-Sitzungen. Fünf von sieben nachfolgende Ergebnis-Messungen zeigten ebenfalls signifikante Verbesserungen durch das Neurofeedback-Training.
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