Neurofeedback und Lernschwäche
Die Studie „Neurofeedback for Elementary Students with Identified Learning Problems” aus den Jahren 2001/2002 stellte sich der Frage, ob das Lesen sowie Lesen und Verstehen, das Zusammenfassen von Gelesenem und der Intelligenzquotient durch Neurofeedback gesteigert werden können.
Die Studiengruppe bei dieser Studie wurden aus Schülerinnen und Schülern der Klassen SECHS bis ACHT zusammengestellt. Aus denselben Klassen stammen auch die Mitglieder der Kontrollgruppe. Bei allen Schülerinnen und Schülern wurden Vor- und Nachtests durchgeführt, um die Lesestärke und die kognitiven Fähigkeiten zu ermitteln. Bei fast allen Schülerinnen und Schülern der Studien- und der Kontrollgruppe wurden vorab spezielle Lernschwächen oder andere Beeinträchtigungen entdeckt, die das Lernen negativ beeinflussen. Eine gewisse Ausnahme bildeten drei Schüler, die an ADH(S) litten.
Studienverlauf
Die eigentliche Studie begann in der letzten Woche des Septembers im Jahr 2001 und dauerte bis zur letzten Aprilwoche des Jahres 2002. Beide Gruppen — die Studien- und die Kontrollgruppe — folgten weiterhin ihren individuellen Bildungsplänen und ihren generellen Curricula. Das Neurofeedback-Training der Studiengruppe dauerte jeweils dreißig bis 45 Minuten und wurde in der Regel einmal pro Woche durchgeführt. Die genaue Anzahl der Sitzungen in der Studiengruppe variierte aufgrund von Fehlzeiten in der Schule, Tests, Ausflügen und anderen Dingen des Schul- und Lebensalltags. Durchschnittlich durchlief jeder Teilnehmer der Studiengruppe aber 28 Sitzungen innerhalb der Studienlaufzeit.
Ergebnisse
Die Neurofeedback-Gruppe verbesserte ihre Leistungen bei Lesetests dabei mehr als die Kontrollgruppe. Es gab einen signifikanten Zusammenhang zwischen Leseleistung und Neurofeedback. In der Neurofeedback-Gruppe wurde im Vergleich zur Kontrollgruppe auch eine signifikante Steigerung der verbalen Intelligenz und der gesamten Intelligenz festgestellt. Die Resultate unterstützen die These, dass Neurofeedback eine geeignete Methode zur Steigerung des Intelligenzquotienten und der Leseleistung sein kann.
